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Markgraf Albrecht
Alcibiades
[Schuhmann 1989]
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Der
nächste Krieg
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| Hundert
Jahre später kam es erneut zum Krieg. Markgraf Albrecht Alcibiades,
eine schillernde Persönlichkeit, kämpfte in den Kriegen des 16. Jh.
um Religion und Souveränität der Fürsten zunächst auf Seiten des Kaisers,
schloß sich dann aber den Aufständischen unter Moritz von Sachsen
an. Den Friedensschluß erkannte er jedoch nicht an, sondern verwüstete
im 2. Markgrafenkrieg auf eigene Faust ganz Franken. Sein unmittelbarer
Gegner war Nürnberg, und sein erstes Ziel die Feste Lichtenau. |
| 1552
belagerte er die Feste, und obwohl diese gut versorgt und besetzt
war, übergab sie der Pfleger ohne einen Schuß. Die Anlagen wurden
gesprengt und geschleift, der Markt niedergebrannt, das Gericht und
die Fraischsäulen - Zeichen des Hochgerichtsbezirks - umgestürzt.
Da Alcibiades gegen die Stadt Nürnberg selbst nichts ausrichten konnte,
verheerte er ihr Landgebiet, Schäden, von denen sich die Stadt lange
nicht erholte. Alcibiades kam in die Reichsacht und wurde von seinem
ehemaligen Bundesgenossen Moritz von Sachsen 1553 geschlagen; er starb
1557 im Exil bei seinem Schwager in Baden-Durlach. |
Der Wiederaufbau
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| Der
Rat ließ zunächst den Bestand der schwer zerstörten Feste aufnehmen,
erst 1557 begann er mit dem Wiederaufbau, zunächst aber nur sehr zögerlich.
Schuld waren zum einen die hohen Kosten, zum anderen auch die Furcht
vor Konflikten mit den Markgrafen. Der Bau führte denn auch zu ständigen
Reibereien und zu vielen Prozessen. |
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Konstruktionsplan
der Festung Lichtenau, um 1600.
Der nördliche Kavalier wurde ebenfalls viereckig
gebaut, der südliche gar nicht [Schwemmer
1980]
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| Streitpunkt
war wie immer die vom Markgrafen beanspruchte Landeshoheit und der
Verstoß dagegen durch den Bau der Festung. Endgültig fertiggestellt
wurde sie erst 1630, dabei wurde insbesondere in den Jahren zwischen
1590 und 1607 unter Leitung der Stadtbaumeister Wolf Stromer und Jakob
Wolff mit besonderem Nachdruck gearbeitet. |
| Trotz
der langen Bauzeit entstand die Festung aber offenbar nach einem einheitlichen
Plan. Bereits 1557 war klar, daß anstelle des quadratischen Baus eine
fünfeckige Anlage nach der modernsten italienischen Festungsbautechnik
mit fünf großen Bastionen entstehen sollte. Wesentliche Planänderungen
waren während der ganzen Bauzeit nicht zu verzeichnen. Da in dieser
Zeit keine Verhandlungen mit auswärtigen Baumeistern geführt wurden,
ist es wahrscheinlich, daß die Gesamtkonzeption von dem Erbauer der
Burgbastionen, Antonio Fazuni stammt, mit dem der Rat schon 1538 wegen
der Modernisierung verhandelte [Neumann
1988, Schwemmer 1980]. |
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