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Direkt
auf dem "Sand" liegen Abenberg und Kammerstein, die Burgen,
die wir auf unserer heutigen Wanderung besuchen, zwar nicht, aber
immerhin am Rande dieses Gebiets. Der "Sand" ist das weite
Keuperbecken, das sich von Treuchtlingen nach Gunzenhausen und nach
Norden bis über Pleinfeld hinauszieht. Dieser Name ist sicher sehr
alt; der Name "Sablonetum" für das römische Kastell Ellingen
läßt sich frei mit "am Sand" übersetzen und für Weißenburg
hatte sich dieser Beiname bis in die jüngste Zeit erhalten. Der
Minnesänger Tannhäuser (der vermutlich aus Thannhausen zwischen
Pleinfeld und Gunzenhausen stammte) klagt in einem Gedicht über
einen fürchterlichen Sturm im Mittelmeer: "Ach wär' ich auf
dem Sande, dann hätt' ich von den Winden, die mich plagen, nie gehört."
Beim
Einschlag des Riesmeteoriten vor ca. 15 Mio. Jahren floß der Vorläufer
des Mains noch im Tal der heutigen Rezat südwärts zur Donau. Die
beim Einschlag herausgeworfenen ungeheuren Gesteinsmassen verschlossen
dieses Tal und der Urmain staute sich dahinter, möglicherweise bis
in die Gegend des heutigen Nürnberg, zum "Rezat-Altmühl-See".
Ablagerungen dieses Sees lassen sich noch heute finden.
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| Als
dem Urmain endlich der Durchbruch nach Südosten gelang, traf er bei
Dollnstein auf die Donau, die damals noch im Tal der heutigen Altmühl
floß. Erst vor ca. 1,5 Mio. Jahren bildete sich schließlich das heutige
Bild des Flußsystems heraus: Durch Flußumkehr wurde der Main zu einem
Nebenfluß des Rheins, die Altmühl übernahm sein Tal zwischen Treuchtlingen
und Dollnstein, und erst in der Rißeiszeit verlegte die Donau schließlich
ihren Lauf an den Südrand der Alb [König
1991, Meyer 1991, Rutte
1992]. |
Abb
1: Umgebungskarte |